STOP – From Macho to Davičo ist mehr als eine Performance – es ist ein Aufruf zum Handeln, eine Verschmelzung von Ballett, Musik, Masken, Avataren und Drag. Es ist eine kollektive Kraft, eine präzise und dringende Präsenz, die uns herausfordert, Widerstand, Identität und Bewegung neu zu überdenken.
Auf der Bühne trifft Zed Zeldich Zed auf Dekadenca, und in seinen Träumen erscheint Lujo Davičo, um uns daran zu erinnern, dass der Faschismus immer noch herrscht und wir handeln müssen. Durch Ballett, Worte und Beats stellt STOP die Vorstellung von Individualität infrage und lädt uns ein, über Bewegung, Widerstand und Solidarität nachzudenken. Inspiriert von Lujo Davičo – einem antifaschistischen, progressiven Künstler – ruft diese Performance zu einem neuen Ausdruck von Liebe und Widerstand auf. Geschaffen wird sie von kollektiven Kräften: Die Maskenmeisterin Deborah Hunt fordert Miloš Lolić heraus, der für seine hervorragende Regie klassischer Dramen bekannt ist. Anastasiia Vorobiovas Avatare erweitern unsere Gedanken, während Ah Ahilej mit Klang an die Türen klopft. Barbi Marković und Olja Alvir weben Worte, Sätze und Passagen und genießen dieses Schreibabenteuer. Andrew Champlin bekräftigt, dass Ballett dazugehört. Dekadenca glaubt, dass sie auf Deutsch lesen kann, und Zed Zeldich Zed würde gerne ruhen, aber Maria Elisabeth Herold besteht darauf: Es ist Zeit für Widerstand!
Im Rahmen des Projekts STOP laden wir Sie zu einem Workshop ein: VR- & Avatar-Workshop mit Anastasiia Vorobiova.
Zoe Gudović, geboren 1977 in Belgrad, Jugoslawien, ist eine multidisziplinär arbeitende lesbische Künstlerin, Feministin, Aktivistin, Kulturmanagerin und Performerin. Sie kombiniert künstlerische und aktivistische Methoden, um gesellschaftliche Normen infrage zu stellen, und konzentriert sich dabei auf Körper, Raum, Sexualität und Intimität. Seit 2021 lebt und arbeitet sie in Wien.
Zed Zeldich Zed ist der erste Drag-King vom Balkan. Seit seinem Debüt 2003 hat er Workshops geleitet, Vorträge gehalten und international Auftritte absolviert – von Belgrad über Berlin bis Thailand. Heute lebt er in Wien und setzt sich durch Performance und Aktivismus mit gesellschaftlichen Normen auseinander.
Dekadenca ist eine Kabarettistin und Drag-Performerin aus Belgrad. Sie wurde aus der großen Liebe zu Bühnenauftritten und allen Frauen geboren. Seit über einem Jahrzehnt prägt sie die zeitgenössische Drag-Szene auf dem Balkan und spielt eine Schlüsselrolle in deren Entwicklung.
Đorđe Branković ist ein serbischer Schauspieler. In den letzten 25 Jahren hat er in zahlreichen Filmen, Fernsehserien und Theaterstücken mitgewirkt. Er ist auch als Leiter der Underground-Band Ah Ahilej bekannt.
Anastasiia Vorobiova ist eine in der Ukraine geborene Medienkünstlerin und Regisseurin, die sich auf VR und Avatare spezialisiert hat. Ihre forschungsbasierte Praxis verbindet Performance, Technologie und Cyberfeminismus und erforscht die Beziehung zwischen menschlichem Bewusstsein und virtueller Identität.
Andrew Champlin ist ein für den Bessie-Preis nominierter Tänzer, Forscher und Ballettlehrer mit Sitz in Berlin. Er stammt ursprünglich aus Portland, Oregon, tritt international auf und unterrichtet, wobei er mit Tänzer*innen, Performance- und bildenden Künstler*innen zusammenarbeitet. Derzeit promoviert er in künstlerischer Forschung an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Andrej Ostroški, geboren kurz vor dem Ende der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, ist ein*e in Belgrad lebende*r Grafikdesigner*in, darstellende*r Künstler*in, kreative*r Produzent*in und Pädagog*in. Andrej Ostroški ist Gründungsmitglied der Kunstkollektive Wyrd Sisters, Efemerne Konfesije und Dragoslavia.
Barbi Marković, aufgewachsen in Belgrad, studierte Germanistik in Wien, wo sie seit 2006 lebt. Sie schreibt Romane, Hörspiele, Theaterstücke, Kurzgeschichten und Spiele. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Alpha-Literaturpreis und der Preis der Leipziger Buchmesse 2024.
Cortina López, in Mexiko-Stadt geborene und in Wien lebende Künstlerin, verbindet Illustration, Kostüm, Design, Wandmalerei und Performance. Als Autodidaktin erforscht sie Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt, Erinnerung und Widerstand. Ihre international ausgestellten Arbeiten regen den Dialog an und nutzen die Kunst als Werkzeug für Bewusstsein und Gerechtigkeit.
Deborah Hunt arbeitet seit 1972 als Maskenbauerin, Performerin und Theaterkünstlerin und schuf Arbeiten im Südpazifik, in der Karibik, in Europa und in Asien. Die gebürtige Neuseeländerin lebt seit 1990 in Puerto Rico, wo sie Maskhunt Motions gegründet hat, ein nomadisches Labor für experimentelles Objekttheater.
Igor Ripak ist Fotograf und Künstler. Er schloss 2020 sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien ab und erwarb einen BA in Dramaturgie an der Akademie der Künste in Novi Sad. In den letzten zehn Jahren hat er als Fotograf für verschiedene kulturelle Institutionen und preisgekrönte Filmproduktionen gearbeitet.
Karl H. Schönswetter, geboren 1975 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien. Er ist Fotograf, Musiker, DJ bei Radio Orange 94.0 und in mehreren kulturellen und politischen Organisationen aktiv. Seine fotografischen Schwerpunkte sind das urbane Leben und soziale Bewegungen.
Maria Elisabeth Herold ist eine in Wien ansässige Kulturproduzentin, Kuratorin, Musikerin und Musikproduzentin. Als Gründerin von Art Beats Production und Mitbegründerin/Residentin des Palais Rössl kuratiert sie Projekte in den Bereichen Kunst, Performance und Musik, aktiviert öffentliche Räume und fördert kollektives Engagement.
Miloš Lolić ist Theaterregisseur und hat in München, Berlin, Belgrad, Basel, Frankfurt, Ljubljana, Bern, Düsseldorf, Klagenfurt und Wien gearbeitet. Er hat zahlreiche Preise erhalten, darunter der Nestroy-Preis und der Borštnikovo-Srečanje-Preis. In Wien führte er Regie am Burgtheater, am Volkstheater und im Werk-X
Mirza Kebo ist ein in Wien lebender Künstler, der sich auf die Produktion elektronischer Musik, Performance sowie Licht- und Sounddesign spezialisiert hat. Mit umfassender Praxis in den Bereichen Theater, Musik und Video kreiert er immersive, multisensorische Erfahrungen, die das Erzählen von Geschichten und die Atmosphäre verbessern.
Olja Alvir schreibt, recherchiert und übersetzt und bewegt sich dabei in Zwischenräumen. Ihr Werk umfasst Lyrik, Prosa, Essays und Kulturkritik. Sie hat den Roman Kein Meer (2016) und den dreisprachigen Gedichtband Spielfeld/Špilfeld/Playground (2022) veröffentlicht und ist Trägerin des wirsindlesenswert-Preises.
Tayla Myree ist ein*e in Wien lebende*r bildende*r Künstler*in und unabhängige*r Forscher*in. Die Arbeiten beschäftigen sich mit Politik von Erinnerung und Identität durch Film, Fotografie, Prosa und Sound. Tayla Myree hat einen MA in Comparative History von der CEU und studiert derzeit an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Credits
Kollektiv Ah Ahilej, Olja Alvir, Đorđe Branković, Andrew Champlin, Dekadenca, Zoe Gudović, Maria Herold, Deborah Hunt, Cortina López, Barbi Marković, Mirza Kebo, Miloš Lolić, Tayla Myree, Andrej Ostroški, Igor Ripak, Karl Schönswetter, Anastasiia Vorobiova, Zed Zeldich Zed
Ein Projekt von Zoe Gudović
Eine Koproduktion von Sendeschluss / Art Beats Production und brut Wien
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Termine:
April 2025
26.04.2025, 19:00
28.04.2025, 19:00
Artist Talk im Anschluss. Moderation: Myassa Kraitt
29.04.2025, 19:00
30.04.2025, 19:00
**DJ-Set von STOP Kollektiv